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Fundstücke

Fundstück Nr. 15:  „Broschüre der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zum Umgang mit Vielfalt in der Praxis“

Vielfalt in der Praxis – Patienten mit Migrationshintergrund:
Infos zur Gesundheitskompetenz und Tipps für die Kommunikation

Die Inhalte dieser empfehlenswerten Broschüre der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gehen weit über den Titel hinaus: Abschnitte über Patientenstärkung, Rollenbilder, Scham, Nähe/Distanz, Genderrollen, sowie rechtliche Grundlagen der Behandlung enthalten viele praktische Tipps, die für Mitarbeitende von Arztpraxen und aus der Psychotherapie von erheblicher Relevanz sind. Hinzu kommen einprägsame Schilderungen von Best-Practice Beispielen und eine gute Linksammlung zu weiterführenden Informationen.

Die Broschüre ist kostenfrei bestellbar unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Ein pdf-Version findet sich unter http://www.kbv.de/media/sp/PraxisWissen_Vielfalt_Webversion.pdf

Fundstück Nr. 14:  „Krankheit als Werturteil“

In vielen unserer Vorträge, Workshops und Seminare thematisieren wir das Verständnis von Gesundheit und Krankheit aus kulturvergleichender Perspektive. Ebenso wie Kultur im Allgemeinen unterliegt auch das Medizinsystem mit seinen Begrifflichkeiten historischen und gesellschaftlichen Kontextbedingungen und damit kulturellem Wandel. Wir möchten Sie in diesem Zusammenhang auf den lesenswerten Artikel „Krankheit als Werturteil“ aus der Zeitschrift APuZ der Bundeszentrale für politische Bildung, Jg. 68, 24/2018, aufmerksam machen. Die Autoren Fritz Dross und Nadine Metzger nehmen die Leser*innen mit auf eine kurze, aber spannende Reise in die Geschichte des Krankheitsbegriffs in Deutschland und arbeiten dabei die Deutungsmacht der Medizin in Bezug auf Norm- und Idealvorstellungen unserer Gesellschaft heraus.

Es lohnt sich also immer wieder aufs Neue zu reflektieren, welche gesellschaftlichen Konzepte sich hinter den Kategorien „gesund“ und „krank“ verbergen.

Sie finden den Artikel unter: http://www.bpb.de/apuz/270305/krankheit-als-werturteil-eine-kleine-geschichte-des-umgangs-mit-krankheit-und-kranken?p=all 19px VisualEditor Icon External link formatiert

Viel Spaß beim Lesen!

Fundstück Nr. 13: „Ich möchte, dass Ihr mein Leben kennen lernt“

Auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Aufklärung (bpb) wird das Projekt „Life in the border“ des kurdisch-iranischen Regisseurs Bahman Ghobad vorgestellt: Sieben Jugendliche zwischen 12 und 14 Jahren zeigen jeweils in einem Kurzfilm ihr Leben in einem Flüchtlingscamp im Norden Syriens und des Irak. Sie haben selbst die Drehbücher verfasst und standen vor und hinter der Kamera. Da sehen wir zum Beispiel Birhat, der sich um seine Großmutter und seine kleine Schwester kümmert. Ihre Eltern sind vom IS verschleppt worden. Birhat weiß nicht, warum seine Schwester seit der Gefangenschaft nicht mehr spricht, aber er versucht, sie aufzuheitern. Oder da ist Besameh: Sie hat ihre linke Hand bei der Explosion einer Landmine verloren. Jetzt will sie Filmemacherin werden und über die Verfolgung von jesidischen Mädchen und Frauen durch den IS berichten.

Die ergreifenden, kurzen Szenen konfrontieren damit, wie es ist, aus seiner Heimat vertrieben worden zu sein, vielleicht getrennt von den Eltern in einem Flüchtlingslager zu wohnen und viel Schlimmes erlebt zu haben. Und dennoch: Auch hier geht das Leben für die jungen Menschen weiter mit ihren Träumen und Hoffnungen.

Neben der Filmbesprechung, einem Interview mit dem Regisseur Bahman Ghobad und der Übersicht der Mitwirkenden finden Sie auch unter folgendem Link Arbeitsblätter für Lehrende, zum Beispiel über Krankheit, Verlust und Tod oder über die religiöse Minderheit der Jesiden.

http://www.bpb.de/gesellschaft/bildung/filmbildung/258675/life-on-the-border?pk_campaign=nl2018-04-18&pk_kwd=258675 19px VisualEditor Icon External link formatiert

Fundstück Nr. 12: „Deutsche“ Gesichtsausdrücke

Methodische Anleitungen zur Selbstreflexion spielen in unseren Trainings und Fortbildungen eine wichtige Rolle. Ein überaus amüsanter Einstieg für unsere Teilnehmenden in das Thema der nonverbalen Kommunikation sind spezielle „deutsche“ Gesichtsausdrücke. Eine kleine Auswahl mit Erklärungen finden Sie auf der Homepage der Deutschen Welle:

http://www.dw.com/en/7-videos-of-german-facial-expressions-that-need-explaining/a-19165041 19px VisualEditor Icon External link formatiert

Viel Vergnügen!

Fundstück Nr. 10: Gesundheit und Work-Life-Balance in Tiflis (Georgien)

Beobachtungen vor Ort von Magdalena Stülb


Viele Unternehmen in Deutschland lassen sich heute einiges zur Erhaltung der Gesundheit ihrer Mitarbeitenden einfallen. An gut ausgebildeten Arbeitskräften mangelt es und so sind Investitionen in "Human Resources“ und den Erhalt der Arbeitskraft wichtige strategische Maßnahmen in Betrieben. In diesen Kontexten wird häufig auf die ausgewogene Work-Life-Balance hingewiesen und diese in Leitbildern verankert.

Doch in welchem Zusammenhang stehen Gesundheit und Work-Life-Balance? Diese Fragen sind Gegenstand unterschiedlichster wissenschaftlicher Disziplinen. Einig sind sich alle darin, dass es kein universelles Konzept von Gesundheit gibt, sondern dass Gesundheitsvorstellungen immer stark an Lebensbedingungen und an gesellschaftliche und individuelle Werte gekoppelt sind. Ein Aufenthalt in Tiflis hat dies wieder sehr deutlich vor Augen geführt.

Als Hauptstadt Georgiens hat die Stadt sehr radikale und auch rasante Veränderungen in den vergangenen 25 Jahren erlebt. Der Weg von einer Sowjetrepublik zu einem unabhängigen Staat mit funktionierenden Strukturen war und ist ein mühsamer, der nach etlichen wirtschaftlichen Einbrüchen nun langsam Erfolge zeigt. Um über die Runden zu kommen, sind die meisten Menschen hier in mehreren Jobs gleichzeitig tätig. Sie müssen überaus flexibel sein und versuchen, alle Chancen, die sich irgendwo auftun, zu nutzen. Sie müssen spontan, agil und wach sein und immer noch eine Notlösung zur Hand haben, wenn wieder einmal ein Job wegfällt, eine Firma pleitegeht oder Arbeitsplätze reduziert werden. Work-Life-Balance ist in Tiflis nicht das geregelte Verhältnis von Arbeit und Freizeit, vielmehr das Repertoire an Strategien, die ein Überleben ermöglichen. Dazu benötigt man viele Netzwerke wie Familie, Freunde, Kolleginnen und Kollegen. Das eigene Wohlbefinden ist nur in einer stetigen Reziprozität, einem stetigen Geben und Nehmen denkbar - materiell, emotional und sozial. Nur dann kann man gesund bleiben.

Fundstück Nr. 9:  „Masuk Angin“

Ein Erfahrungsbericht von Klaus Fuhrmann aus dem AMIKO-Team


So hatte ich mir das nicht vorgestellt – jetzt wo ich gerade erst in Indonesien angekommen bin. Halsschmerzen, Schnupfen und Gliederschmerzen. Vielleicht wegen der Klimaanlage im Flugzeug? Schön, dass ich jetzt wenigstens gut aufgehoben bin bei einer indonesischen Familie, die ich seit meinem Studium in Yogyakarta kenne.

Die Diagnose ist schnell klar: Ich habe „Masuk Angin“ – „Wind ist in mich hineingetreten“. Frau Norobangun bittet mich, dass ich mich auf den Bauch lege. Daraufhin holt sie ein stark duftendes Öl und reibt es auf meinem Rücken ein. Nun nimmt sie eine Münze und reibt damit an Wirbelsäule und Rippenbögen immer wieder in die gleiche Richtung. Schmerzhaft ist das. Als sie fertig ist, sieht mein Rücken deutlich verändert aus. Das Muster auf meinem Rücken ähnelt einem roten Baum.

210

Kurze Zeit später hören wir ein lautes rhythmisches Fahrradklingeln auf der Straße. Ein eindeutiges Zeichen. Eine ältere Frau, die Jamu (indonesische Kräutermedizin) verkauft, ist in der Nachbarschaft unterwegs. Viele Flaschen hat sie dabei – mit selbst zubereiteten bräunlich-gelben Heiltränken. Nach der Schilderung meiner Beschwerden nimmt sie drei davon heraus und mischt sie zusammen. Zur Geschmacksverbesserung gibt sie noch ein Ei und etwas Honig mit hinein.

Am nächsten Morgen fühle ich mich wie neu geboren – „die Winde haben meinen Körper verlassen".

Fundstück Nr. 8:  The Danger of a Single Story - Die Gefahr einer einzigen Geschichte

Unser Fundstück im Mai ist ein Vortrag der nigerianischen Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie aus dem Jahr 2009 mit dem Titel "The Danger of a Single Story". Auf humorvolle und anschaulichen  Weise illustriert sie anhand zahlreicher autobiographischer Beispiele herrvorragend die Problematik des Stereotypisierens wie wir sie auch in unseren Seminaren und Workshops im Rahmen des des Konzepts Transkultureller Kompetenz vermitteln. Dabei macht sie deutlich, dass jedes Individuum eine Vielzahl von Geschichten in sich trägt und die Reduktion auf eine einzige den Menschen nicht in seiner Ganzheit wahrnimmt.  Ein Vortrag, den man in Erinnerung behält!

 

 

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Fundstück Nr. 7:  Vielfalt-Mediathek

Sie suchen Informationen und Materialien zu Rechtsextremismus, Rassismus, Flucht und Asyl oder zum Zusammenleben in der Migrationsgesellschaft?

Die Vielfalt-Mediathek bietet ein tolles Angebot für den schulischen und außerschulischen Bildungsbereich und für alle Interessierte: Die über 2300 Print- und audiovisuellen Medien können kostenlos ausgeliehen oder heruntergeladen werden.

Erstellt wurde das Internetportal in einem Gemeinschaftsprojekt des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit (IDA) e. V. und dem DGB Bildungswerk. Die Publikationen beruhen, wie die Vielfalt-Mediathek selbst, auf der Förderung durch das Bundesprogramm "Demokratie leben!" oder die entsprechenden Vorgängerprogramme des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Wir haben uns gleich für den Newsletter angemeldet und sind schon gespannt, was der nächste enthält. Der Themenschwerpunkt der ersten Ausgabe (2017-1) ist „Antimuslimischer Rassismus“.

Gerne empfehlen wir den Link weiter:

www.vielfalt-mediathek.de 19px VisualEditor Icon External link formatiert

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Fundstück Nr. 6:
Transkulturalität eröffnet neue Zugänge und Japan ist näher als gedacht,

findet Eiko Csapo, AMIKO Mitgesellschafter. Gedanken nach einer Japan-Reise.


Die Karaoke-Maschine ist die deutsche Party-Mutprobe schlechthin geworden und tätowierte Charaktere und Symbole aus der japanischen Mythologie sind aus der deutschen Tattoo-Szene gar nicht mehr wegzudenken. Deutsche Comicfans reden ganz selbstverständlich von Mangas und bei einer bestellten Miso-Suppe und Sake weiß man auch schon, was auf einen zukommen wird. In Japan begegneten mir europäische Schriftzüge, die nicht nur auf Handtaschen und T-Shirts total en-vogue sind. In einem Wellness-Städtchen in den japanischen Bergen besitzen Aussichtspunkte deutschsprachige Namen, wie z.B. Bad Höhen Heim, und abends konnte man im Restaurant Neue Post interessanterweise Currygerichte essen.

Spannend fand ich, den hybriden Charakter von Kultur anhand transkultureller Speisen zu „schmecken“. Ein japanisches Sushi mit Curryreis und Würstchenfüllung, ein japanischer Cordon-Bleu-Burger mit Teriyaki-Soße. Und ein lokales japanisches Weizenbier aus Vulkanquellwasser schmeckt genauso interessant wie ein in Deutschland bestelltes Sushi mit Nordseekrabbenfüllung und Mayonnaise. Japan ist also näher als gedacht.

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Fundstück Nr. 5:  Das Märchen vom Auszug aller Ausländer

Bei der Suche nach unserem Dezember Fundstück fanden wir eine bereits aus dem Jahr 1991 stammende Weihnachtsgeschichte von Helmut Wöllenstein, die an Aktualität  nicht verloren hat. Sie hat uns sehr zum Nachdenken, aber auch zum Schmunzeln angeregt und wir möchten mit dieser Geschichte allen Leserinnen und Lesern unserer Webseite besinnliche Vorweihnachtstage wünschen:

 

Es war einmal..., so beginnt das Märchen „Von denen, die auszogen, weil sie das Fürchten gelernt hatten.“

Es war einmal... etwa drei Tage vor Weihnachten, spät abends. Über den Markplatz der kleinen Stadt kamen ein paar Männer gezogen. Sie blieben an der Kirche stehen und sprühten auf die Mauer „Ausländer raus“ und „Deutschland den Deutschen“. Steine flogen in das Fenster des türkischen Ladens gegenüber der Kirche. Dann zog die Horde ab. Gespenstische Ruhe. Die Gardinen an den Bürgerhäusern waren schnell wieder zugefallen. Niemand hatte etwas gesehen.

„Los, kommt, es reicht, wir gehen“.

„Wo denkst du hin! Was sollten wir denn da unten im Süden?“

„...da unten? Das ist immerhin unsere Heimat. Hier wird es immer schlimmer. Wir tun einfach das, was da an der Wand geschrieben steht: „Ausländer raus!“

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AMIKO

Institut für Migration, Kultur und Gesundheit
Freiburg - Berlin - Aachen - Bonn

 

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