logo amiko end2
  • 1_header_frontneu.jpg
  • 2_header-kultur.jpg
  • 3_header_zielgruppenneu.jpg
  • 4_headerperspektive.jpg
  • 5_headerhandlung.jpg
  • 6_headervielfalt.jpg
  • Home
  • Aktuelles
  • Fundstücke

Fundstücke

Fundstück Nr. 19:  Menschen – keine Zahlen
Einblicke in das Leben von Geflüchteten nach ihrer Ankunft in Deutschland (Fotoband)

Seit 2015 erfährt das Thema Fluchtmigration in Deutschland sehr viel Aufmerksamkeit. Im öffentlichen Diskurs und in den Medien wurde das Thema der „Willkommenskultur“ mittlerweile abgelöst durch die Auseinandersetzung mit den Herausforderungen und Potentialen der Integration. Gleichzeitig wird es mitgeprägt durch zahlreiche Negativschlagzeilen und darauf aufbauende rechtspopulistische und rassistische Polemik. Natürlich beschäftigen wir uns mit diesen Entwicklungen auch intensiv in unseren AMIKO-Seminaren, in denen wir den lebensweltlichen Ansatz von Kultur in den Fokus rücken. Genau dieser Ansatz ist das zentrale Anliegen des Fotobandes, dessen Lektüre wir hier gerne weiterempfehlen. Er bietet Einsichten und Einblicke in die Lebenswelt von Geflüchteten nach ihrer Ankunft in Deutschland. Dabei sind die Geschichten so unterschiedlich wie die Geflüchteten selbst, denn »den Flüchtling« gibt es nicht. Mit eindrucksvollen Fotos und kurzen, informativen Texten kommen die Menschen selbst zu Wort und interkulturelle Begegnungen werden möglich. Uns hat das Buch berührt!

Menschen keine Zahlen

 

 

Sie können das kostenfreie Exemplar der
Bertelsmann-Stiftung hier herunterladen

Fundstück Nr. 18:  Nationaler Aktionsplan Gesundheitskompetenz

Ziemlich genau vor einem Jahr wurde der Nationale Aktionsplan Gesundheitskompetenz verabschiedet mit dem Ziel, Menschen in Deutschland zu unterstützen, Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen, einzuschätzen und anzuwenden. Ausgangslage für die Erstellung eines Aktionsplanes war eine repräsentative Studie, die zeigt, dass über 54% der Bevölkerung in Deutschland Schwierigkeiten im Umgang mit gesundheitsrelevanten Informationen hat. Betrachtet man die Gruppe der Menschen mit Migrationshintergrund separat, sind es sogar 70%. Die Initiatoren des Nationalen Aktionsplans betonen, dass es eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei, die Gesundheitskompetenz zu stärken. AMIKO begrüßt den Nationalen Aktionsplan. Sie auch? Informationen zu Handlungsfeldern und den 15 Empfehlungen sowie zu Tagungen und Literatur finden Sie hier:

https://www.nap-gesundheitskompetenz.de

Wollen Sie sich vernetzen und an der Umsetzung der entwickelten Strategien beteiligen oder kennen Sie ein Good Practice Beispiel, dann wenden Sie sich bitte an die Nationale Koordinierungsstelle Gesundheitskompetenz 19px VisualEditor Icon External link formatiert

Fundstück Nr. 17:  Wertschätzung - Es braucht nicht viel

Das Jahr mit Energie und Kraft starten! Dazu möchten wir Ihnen heute eine relativ einfache und sehr effektive Übung zur Wertschätzung eines anderen Menschen vorstellen. Sie nennt sich „Stärken-Bombardement“. Eine Person steht dabei im Mittelpunkt, die anderen geben ihr Rückmeldung darüber, welche Stärken und Potentiale sie an ihr sehen. Dies darf kreativ, lebendig und vielfältig sein. Dann wird gewechselt, bis jede Person an der Reihe war.

Wie uns die Seminarteilnehmenden aus der Praxis berichten, geht die Wertschätzung in dieser Form „runter wie Öl“. Die Übung setzt enorme Kräfte frei, berührt emotional und wirkt motivierend. Darüber hinaus stärkt sie die Fähigkeit zum positiven Feedback und lässt eigene Ressourcen erkennen. Sie eignet sich gut für einen positiven Abschluss eines mehrtägigen Seminars oder für Teams im Berufsalltag. Probieren Sie es mal aus, es tut so gut!

Quelle: Herbert Gudjons (2003): Spielbuch der Interaktionserziehung. 185 Spiele und Übungen zum Gruppentraining in Schule, Jugendarbeit und Erwachsenenbildung. 7. Auflage. Klinkhardt: Bad Heilbrunn.

Fundstück Nr. 16:  Dokumentarfilm „Just a normal Girl“

Gerade hat dieser Film den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis 2018 in der Kategorie Amateur gewonnen. Er thematisiert Mädchenbeschneidung und Flucht und erzählt die Geschichte von Vanessa, die in Nigeria beschnitten und zwangsverheiratet werden soll. Ihre kämpferische Mutter flieht mit ihr und ihrem Bruder und sie kommen schließlich nach Deutschland. Hier will sie nun endlich ein ganz normaler Teenager sein. In dem Film berichtet Vanessa in einer besonders aufgeweckten und kraftvollen Art von ihren Erlebnissen und zeigt sich als reflektiertes, fröhliches und mutiges Mädchen.

Das Medienprojekt Wuppertal konzipiert und realisiert seit 1992 erfolgreich Modellprojekte aktiver Jugendvideoarbeit unter dem Motto »das bestmögliche Video für das größtmögliche Publikum«. Ein Blick in die Videokataloge lohnt sich: Man findet zu vielen aktuellen Themen sehr gute Beiträge, die stets die Sicht von Jugendlichen aufgreifen und sich kritisch beispielsweise mit Flucht, Migration, Islam, Sexualität und vielem mehr auseinandersetzen.

https://www.medienprojekt-wuppertal.de/home 19px VisualEditor Icon External link formatiert
https://www.menschenrechts-filmpreis.de/preistraeger/preistraeger-2018/19px VisualEditor Icon External link formatiert

Fundstück Nr. 15:  „Broschüre der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zum Umgang mit Vielfalt in der Praxis“

Vielfalt in der Praxis – Patienten mit Migrationshintergrund:
Infos zur Gesundheitskompetenz und Tipps für die Kommunikation

Die Inhalte dieser empfehlenswerten Broschüre der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gehen weit über den Titel hinaus: Abschnitte über Patientenstärkung, Rollenbilder, Scham, Nähe/Distanz, Genderrollen, sowie rechtliche Grundlagen der Behandlung enthalten viele praktische Tipps, die für Mitarbeitende von Arztpraxen und aus der Psychotherapie von erheblicher Relevanz sind. Hinzu kommen einprägsame Schilderungen von Best-Practice Beispielen und eine gute Linksammlung zu weiterführenden Informationen.

Die Broschüre ist kostenfrei bestellbar unter:   Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 19px VisualEditor Icon External link formatiert
Eine pdf-Version findet sich unter:
http://www.kbv.de/media/sp/PraxisWissen_Vielfalt_Webversion.pdf 19px VisualEditor Icon External link formatiert

Fundstück Nr. 14:  „Krankheit als Werturteil“

In vielen unserer Vorträge, Workshops und Seminare thematisieren wir das Verständnis von Gesundheit und Krankheit aus kulturvergleichender Perspektive. Ebenso wie Kultur im Allgemeinen unterliegt auch das Medizinsystem mit seinen Begrifflichkeiten historischen und gesellschaftlichen Kontextbedingungen und damit kulturellem Wandel. Wir möchten Sie in diesem Zusammenhang auf den lesenswerten Artikel „Krankheit als Werturteil“ aus der Zeitschrift APuZ der Bundeszentrale für politische Bildung, Jg. 68, 24/2018, aufmerksam machen. Die Autoren Fritz Dross und Nadine Metzger nehmen die Leser*innen mit auf eine kurze, aber spannende Reise in die Geschichte des Krankheitsbegriffs in Deutschland und arbeiten dabei die Deutungsmacht der Medizin in Bezug auf Norm- und Idealvorstellungen unserer Gesellschaft heraus.

Es lohnt sich also immer wieder aufs Neue zu reflektieren, welche gesellschaftlichen Konzepte sich hinter den Kategorien „gesund“ und „krank“ verbergen.

Sie finden den Artikel unter: http://www.bpb.de/apuz/270305/krankheit-als-werturteil-eine-kleine-geschichte-des-umgangs-mit-krankheit-und-kranken?p=all 19px VisualEditor Icon External link formatiert

Viel Spaß beim Lesen!

Fundstück Nr. 13: „Ich möchte, dass Ihr mein Leben kennen lernt“

Auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Aufklärung (bpb) wird das Projekt „Life in the border“ des kurdisch-iranischen Regisseurs Bahman Ghobad vorgestellt: Sieben Jugendliche zwischen 12 und 14 Jahren zeigen jeweils in einem Kurzfilm ihr Leben in einem Flüchtlingscamp im Norden Syriens und des Irak. Sie haben selbst die Drehbücher verfasst und standen vor und hinter der Kamera. Da sehen wir zum Beispiel Birhat, der sich um seine Großmutter und seine kleine Schwester kümmert. Ihre Eltern sind vom IS verschleppt worden. Birhat weiß nicht, warum seine Schwester seit der Gefangenschaft nicht mehr spricht, aber er versucht, sie aufzuheitern. Oder da ist Besameh: Sie hat ihre linke Hand bei der Explosion einer Landmine verloren. Jetzt will sie Filmemacherin werden und über die Verfolgung von jesidischen Mädchen und Frauen durch den IS berichten.

Die ergreifenden, kurzen Szenen konfrontieren damit, wie es ist, aus seiner Heimat vertrieben worden zu sein, vielleicht getrennt von den Eltern in einem Flüchtlingslager zu wohnen und viel Schlimmes erlebt zu haben. Und dennoch: Auch hier geht das Leben für die jungen Menschen weiter mit ihren Träumen und Hoffnungen.

Neben der Filmbesprechung, einem Interview mit dem Regisseur Bahman Ghobad und der Übersicht der Mitwirkenden finden Sie auch unter folgendem Link Arbeitsblätter für Lehrende, zum Beispiel über Krankheit, Verlust und Tod oder über die religiöse Minderheit der Jesiden.

http://www.bpb.de/gesellschaft/bildung/filmbildung/258675/life-on-the-border?pk_campaign=nl2018-04-18&pk_kwd=258675 19px VisualEditor Icon External link formatiert

Fundstück Nr. 12: „Deutsche“ Gesichtsausdrücke

Methodische Anleitungen zur Selbstreflexion spielen in unseren Trainings und Fortbildungen eine wichtige Rolle. Ein überaus amüsanter Einstieg für unsere Teilnehmenden in das Thema der nonverbalen Kommunikation sind spezielle „deutsche“ Gesichtsausdrücke. Eine kleine Auswahl mit Erklärungen finden Sie auf der Homepage der Deutschen Welle:

http://www.dw.com/en/7-videos-of-german-facial-expressions-that-need-explaining/a-19165041 19px VisualEditor Icon External link formatiert

Viel Vergnügen!

Fundstück Nr. 10: Gesundheit und Work-Life-Balance in Tiflis (Georgien)

Beobachtungen vor Ort von Magdalena Stülb


Viele Unternehmen in Deutschland lassen sich heute einiges zur Erhaltung der Gesundheit ihrer Mitarbeitenden einfallen. An gut ausgebildeten Arbeitskräften mangelt es und so sind Investitionen in "Human Resources“ und den Erhalt der Arbeitskraft wichtige strategische Maßnahmen in Betrieben. In diesen Kontexten wird häufig auf die ausgewogene Work-Life-Balance hingewiesen und diese in Leitbildern verankert.

Doch in welchem Zusammenhang stehen Gesundheit und Work-Life-Balance? Diese Fragen sind Gegenstand unterschiedlichster wissenschaftlicher Disziplinen. Einig sind sich alle darin, dass es kein universelles Konzept von Gesundheit gibt, sondern dass Gesundheitsvorstellungen immer stark an Lebensbedingungen und an gesellschaftliche und individuelle Werte gekoppelt sind. Ein Aufenthalt in Tiflis hat dies wieder sehr deutlich vor Augen geführt.

Als Hauptstadt Georgiens hat die Stadt sehr radikale und auch rasante Veränderungen in den vergangenen 25 Jahren erlebt. Der Weg von einer Sowjetrepublik zu einem unabhängigen Staat mit funktionierenden Strukturen war und ist ein mühsamer, der nach etlichen wirtschaftlichen Einbrüchen nun langsam Erfolge zeigt. Um über die Runden zu kommen, sind die meisten Menschen hier in mehreren Jobs gleichzeitig tätig. Sie müssen überaus flexibel sein und versuchen, alle Chancen, die sich irgendwo auftun, zu nutzen. Sie müssen spontan, agil und wach sein und immer noch eine Notlösung zur Hand haben, wenn wieder einmal ein Job wegfällt, eine Firma pleitegeht oder Arbeitsplätze reduziert werden. Work-Life-Balance ist in Tiflis nicht das geregelte Verhältnis von Arbeit und Freizeit, vielmehr das Repertoire an Strategien, die ein Überleben ermöglichen. Dazu benötigt man viele Netzwerke wie Familie, Freunde, Kolleginnen und Kollegen. Das eigene Wohlbefinden ist nur in einer stetigen Reziprozität, einem stetigen Geben und Nehmen denkbar - materiell, emotional und sozial. Nur dann kann man gesund bleiben.

Fundstück Nr. 9:  „Masuk Angin“

Ein Erfahrungsbericht von Klaus Fuhrmann aus dem AMIKO-Team


So hatte ich mir das nicht vorgestellt – jetzt wo ich gerade erst in Indonesien angekommen bin. Halsschmerzen, Schnupfen und Gliederschmerzen. Vielleicht wegen der Klimaanlage im Flugzeug? Schön, dass ich jetzt wenigstens gut aufgehoben bin bei einer indonesischen Familie, die ich seit meinem Studium in Yogyakarta kenne.

Die Diagnose ist schnell klar: Ich habe „Masuk Angin“ – „Wind ist in mich hineingetreten“. Frau Norobangun bittet mich, dass ich mich auf den Bauch lege. Daraufhin holt sie ein stark duftendes Öl und reibt es auf meinem Rücken ein. Nun nimmt sie eine Münze und reibt damit an Wirbelsäule und Rippenbögen immer wieder in die gleiche Richtung. Schmerzhaft ist das. Als sie fertig ist, sieht mein Rücken deutlich verändert aus. Das Muster auf meinem Rücken ähnelt einem roten Baum.

210

Kurze Zeit später hören wir ein lautes rhythmisches Fahrradklingeln auf der Straße. Ein eindeutiges Zeichen. Eine ältere Frau, die Jamu (indonesische Kräutermedizin) verkauft, ist in der Nachbarschaft unterwegs. Viele Flaschen hat sie dabei – mit selbst zubereiteten bräunlich-gelben Heiltränken. Nach der Schilderung meiner Beschwerden nimmt sie drei davon heraus und mischt sie zusammen. Zur Geschmacksverbesserung gibt sie noch ein Ei und etwas Honig mit hinein.

Am nächsten Morgen fühle ich mich wie neu geboren – „die Winde haben meinen Körper verlassen".

  • 1
  • 2

AMIKO

Institut für Migration, Kultur und Gesundheit
Freiburg - Berlin - Aachen - Bonn

 

KONTAKT

 

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung Ok